Valanx Biotech

Finanzierungsrunde für Wiener ADC-Entwickler Valanx

VALANX Biotech hat in einer Serie A-Finanzierungsrunde 3 Mio. Euro erhalten, um ein ADC gegen das Zielmolekül LIV-1 bei dreifachnegativem Brustkrebs voranzubringen. Noch befinden sich die Entwicklungen im präklinischen Stadium.

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Die Wiener VALANX Biotech GmbH hat 3 Mio. Euro in einer ersten Finanzierungsrunde eingesammelt, um ihr führendes Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (ADC)-Programm weiterzuentwickeln. Neue Investoren sind die Foundation Fournier-Majoie und die FUJIFILM Corporation, die sich bestehenden Kapitalgebern wie xista science ventures, tecnet equity, SOSV sowie den Angel-Investoren Urs Spitz und SkyGene anschließen.

Mit der Finanzierung soll die präklinische Entwicklung von VLX-ADC-001 vorangetrieben werden, einem ADC, das auf LIV-1 für die Behandlung von metastasiertem Triple-Negative-Breast-Cancer (mTNBC) abzielt. Die Kandidatenauswahl ist für Juni 2026 geplant. Gleichzeitig werden GMP-Vorbereitungen sowie Partnerschaften für die firmeneigene GoldenSite™-Konjugationsplattform unterstützt. Im Zuge der Finanzierungsrunde wurde Ana Maricevic als Vertreterin der Foundation Fournier-Majoie in den Vorstand von VALANX berufen.

Das ADC-Feld ist weit fortgeschritten

ADC-Therapien gelten als transformative Klasse in der Onkologie. Sie verbinden die gezielte Bindung von Antikörpern mit hochwirksamen Wirkstoffen, wodurch Tumorzellen selektiv angegriffen werden können. Eine der größten Herausforderungen bei ADCs ist die Kontrolle von Nebenwirkungen bei gleichzeitig hoher Wirksamkeit. Hier setzt die GoldenSite-Plattform von VALANX an: Sie ermöglicht eine präzise und reproduzierbare Konjugation am gewünschten Bindungspunkt, was die therapeutische Wirksamkeit verbessern und das Nebenwirkungsprofil optimieren kann.

Michael Lukesch, Gründer und CEO von VALANX, betonte: „LIV-1 ist ein vielversprechendes Ziel bei mTNBC. GoldenSite erlaubt uns, die Position der Konjugation präzise anzupassen und so das therapeutische Fenster unserer Wirkstoffkandidaten zu optimieren. Unser Ziel ist es, VLX-ADC-001 bis Juni 2026 auf ein solides präklinisches Datenpaket zu bringen und gleichzeitig GoldenSite für GMP und Partnerschaften voranzutreiben.“

Ana Maricevic von der Foundation Fournier-Majoie ergänzte: „VALANX adressiert ein zentrales Problem im ADC-Feld – die Kontrolle von Toxizität, um größere Wirksamkeit freizusetzen. Wir unterstützen die Weiterentwicklung von VLX-ADC-001 zusammen mit Fujifilm und den bestehenden Investoren.“

ADC-Therapien: Ein Blick auf den Markt

Antikörper-Wirkstoff-Konjugate haben in den letzten Jahren zunehmend Aufmerksamkeit erhalten. Mit mehreren zugelassenen Produkten und einer Vielzahl an klinischen Programmen gelten ADCs als eines der vielversprechendsten Felder in der Onkologie. Im europäischen Raum haben zuletzt hohe Finanzierungsrunden oder finanzschwere Partnerschaften in dem Bereich für weitere Aufmerksamkeit gesorgt. Etwa die deutsch-französische Emergence Therapeutics, die kaum gegründet, schon von Eli Lilly für einen dreistelligen Millionenbetrag aufgekauft wurde. Oder deren französisches Nachfolgeprojekt Adcytherix, das innerhalb weniger Jahre bereits ein Finanzierungsvolumen von über 130 Mio. Euro einwerben konnte. Nicht zuletzt erhielt die Münchner Firma Tubulis in mehreren für Deutschland rekordverdächtigen Finanzierungsrunden insgesamt bereits über 540 Mio. Euro. Herausforderungen bleiben insbesondere die Reduzierung von Nebenwirkungen, die Optimierung des Wirkstoff-zu-Antikörper-Verhältnisses und die Kontrolle der Bindungsstelle. Plattformen wie GoldenSite könnten hier einen entscheidenden Vorteil bieten, indem sie die Herstellung präziser, reproduzierbarer und wirksamer ADCs ermöglichen.

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